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Ein tausend Jahre geschichte

Die Anfänge

Mary-le-Bow wurde um 1080 vom Erzbischof des William den Eroberers Lanfranc gebaut, der ihn von Bec in der Normandie begleitetet. Die Normannische Kirche, die ein Gebäude von sächsischem Ursprung ersetzt haben könnte, war Teil der Politik London zu dominieren und wurde aus denselben aus Caen importierten Steinen errichtet, wie jene von Williams „Tower of London“. Das neue Mary-le -Bow wurde wahrscheinlich von den Bürgern von Cheapside fröhlich abgelehnt und als ein Objekt der Unterdrückung angesehen.

Die Krypta, wie sie heute ist (steigen Sie die jeweiligen Treppen hinab) gibt Ihnen einen Eindruck der Struktur der Kirche, obwohl diese viel geändert wurde und auch zersplittert ist (2 Gänge und ein Kirchenschiff). Die Krypta ist auch nur teilweise unterirdisch, so wie sie die Londoner im Mittelalter gekannt haben.

Die „Le-Bow“ oder de arcubus nimmt vielleicht Bezug auf die normannischen Bögen, welche fast schon eine Neuerung darstellen. Allerdings war die Krypta wirklich ein Unterbau, eine Hilfsstruktur auf der die obere Kirche ruhte, daher die Fensterumrahmungen, die man sehen kann. Von der Einrichtung der oberen Kirche vor dem großen Feuer hat kein Bild überlebt.

Wir wissen, daß die Kirche ein Abbildung der Heiligen Mutter Gottes beinhaltet hat. Sie war gemalt und gekrönt und eine Hinterlassenschaft aus dem Jahr 1348 und es gab Altäre vom Heiligen Nikolaus, der Heiligen Agnes, des Heiligen Thomas Becket, der ein Gemeindemittglied war, der Heiligen Katharina und der Heiligen Dreifaltigkeit.
Vom Jahr 1251 an, war Mary-le-Bow der Sitz des letzten Berufungsgerichtes der südlichen Gebiete der Kirche (Gericht der Bögen) und muß wohl voll von Geräuschen der Kleriker und kirchlichen Rechtsanwälten gewesen sein. Der Gebrauch der Kirche für solche Sitzungen und Zeremonien wurde in den letzten Jahrzehnten wieder belebt. Vor dem großen Feuer gab es 3 bedeutende Gebäudeprojekte an diesem Platz:

– Lanfranc’s Kirche von 1080, die schwer von
einem Tornado im Jahr 1091 beschädigt wurde
– Eine grundlegend neue Kirche, die nach
einem Feuer im Jahr 1196 gebaut wurde
– Der Wiederaufbau des Turmes (an der
Südwest Ecke) nach einem Einsturz auf
die Straße im Jahr 1271, der jedoch erst
im Jahr 1512 fertiggestellt wurde

Die Cockneys’ Kirche
St-Mary-le-Bow wurde große Bedeutung zuteil, weil es zum einem die Hauptglocke besaß, die die Ausgangsperre einläutete und jeden Tag seit 1363 um 21.00 Uhr schlug und zum anderen, weil es des Erzbischofs Haupteigenartigkeit war (z.B. weil es in der Mitte von London lag, aber tatsächlich zur Diözese von Canterbury bis zum Jahr 1850 gehörte) und daher hier auch das „Gericht der Bögen“ (siehe oben) angesiedelt war.

Der Klang der Bow Glocken war es, was ein Gebiet auszeichnete in welchen die Cockneys geboren sind. Mary-le-Bow bildete zusammen mit St Paul den Hintergrund für Ritterspiele und Prozessionen (jeder Monarch oder Prinzgemahl bis James II wandelte zu seiner Krönung Cheapside entlang).

Die Reformation
Mary-le–Bow war zu dieser Zeit von an der vordersten Reihe der wechselnden Zeiten und Ideen, und ein Pfarrer, der es schaffte den Grausamkeiten der Königin Mary Tudors’s zu entkommen, entfernte der Kirche systematisch all ihren Status, Priestergewände, Kerzen und ein „Paar Orgeln“. Dennoch war es hier, daß Reginald Kardinal Pol „katholischer“ Erzbischof wurde, obwohl die Kirche so bloßgelegt war, daß sie mit „Gold und Wandbehänge“ an Maria Verkündigung 1556 ausgestattet werden musste und die römische Gehorsamkeit kurzfristig in England wieder hergestellt wurde.

Nach dem großen Feuer (1666) wurde ein Versuch unternommen, den alten Turm abzustützen, der viel geliebt worden sein muß, aber Sir Christoper Wren (1632–1723) hatte den Ehrgeiz, seine 2 größte Konstruktion (nach St Paul) zu errichten, indem er den Turm zur Straße hin verlegte, wie es scheint die königliche Loge, die auf Cheapside schaute, mit einem Balkon hoch oben auf der Nordfassade wieder zu errichten.

Wren’s Entwurf
Wren zeigte wenig Interesse an der Krypta, von der er dachte sie wäre römisch. Wren schlug vor, sie einfach als Grabkammer zu benutzen. Der einzige Zugang war eine Falltür und Leiter, bis Georg Gwilt (1775–1856) die gegenwärtige Treppe baute. Ein Bruchstück der mittelalterlichen Treppe – vielleicht in den ersten Turm – kann man an der Nordwestecke der Krypta sehen.Wren’s Entwurf für die obere Kirche basierte auf dem Entwurf der Basilika von Maxentius in Rom und ist fast quadratisch. Er berücksichtigte, daß mehr ein Predigtraum benötigt wird als ein Raum für katholische Rituale. Die Westfassade der Kirche ist bemerkenswert bescheiden und könnte die Arbeit von einem Mitarbeiter von Wren sein. Wren war sicherlich verantwortlich für den gewaltigen und sorgsam ausgearbeiteten Kirchenturm (68 Meter hoch), der von dem City-Symbol des Drachens gekrönt ist und die weltberühmten Bow Glocken beherbergt.

Der Turm ist wahrscheinlich Wrens ehrgeizigstes Unternehmen nach dem Bau von St Paul. Die Eingänge basieren auf einem Entwurf de Hotel de Conti (1665) in Paris und der Vorraum in der Turmplattform reiht sich unter seinen schönsten Schöpfungen ein.

Die Kirche wurde fast komplett durch Feindeinwirkung im Mai 1941 zerstört und wurde erst 1964 von Lawrence King wieder aufgebaut (die vierte Kirche), der auch den Südeingang der Krypta als Kapelle des Heiligen Geistes angepasst hat. Der Großteil der Dekorationsarbeit in der Krypta und der oberen Kirche (einschließlich der Fenster und der Originaleinfassung) wurde von John Hayward (1929-2007) entworfen.